HKN - Strom-Herkunftsnachweis
Herkunftsnachweise HKN machen die Produktionsart und Herkunft von Elektrizität transparent. In der Schweiz müssen Kraftwerke mit einer Netzanschlussleistung von über 30 kVA im Herkunftsnachweissystem von Pronovo erfasst sein.
Die Kraftwerksdaten werden durch unabhängige akkreditierte Auditorinnen und Auditoren beglaubigt. Auch Anlagen mit EVS oder EIV werden im System geführt und für die Stromkennzeichnung nachvollziehbar dokumentiert.
HKN - Strom-Herkunftsnachweis
Herkunftsnachweise HKN machen die Produktionsart und Herkunft von Elektrizität transparent. In der Schweiz müssen Kraftwerke mit einer Netzanschlussleistung von über 30 kVA im Herkunftsnachweissystem von Pronovo erfasst sein.
Die Kraftwerksdaten werden durch unabhängige akkreditierte Auditorinnen und Auditoren beglaubigt. Auch Anlagen mit EVS oder EIV werden im System geführt und für die Stromkennzeichnung nachvollziehbar dokumentiert.
Über HKN
Immer mehr Unternehmen und Energieversorger möchten nachvollziehbar ausweisen, woher ihre Energie stammt. Kunden, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit erwarten Transparenz und möchten wissen, ob Strom aus erneuerbaren oder konventionellen Energiequellen erzeugt wurde.
Herkunftsnachweise HKN schaffen genau diese Transparenz. Sie dokumentieren die Produktionsart und Herkunft von Elektrizität und ermöglichen eine nachvollziehbare Stromkennzeichnung. Dadurch wird sichtbar, aus welcher Anlage und aus welcher Energiequelle Strom stammt.
In der Schweiz werden Herkunftsnachweise im von Pronovo betriebenen Herkunftsnachweissystem erfasst. Seit 2013 müssen Kraftwerke mit einer Netzanschlussleistung von über 30 kVA im Schweizer Herkunftsnachweissystem registriert sein. Dies betrifft auch konventionelle Kraftwerke und Kernkraftwerke. Anlagen mit Förderungen wie EVS oder EIV werden ebenfalls im System geführt.
Für Produzenten, Energieversorger und Unternehmen sind Herkunftsnachweise ein wichtiger Bestandteil einer transparenten und glaubwürdigen Energieversorgung. Sie schaffen die Grundlage dafür, dass Energieherkunft nachweisbar dokumentiert und gegenüber Kunden verlässlich kommuniziert werden kann.
Welches Problem löst HKN?
Elektrischer Strom vermischt sich im Netz unabhängig davon, aus welcher Energiequelle er ursprünglich stammt. Ohne einen anerkannten Nachweis wäre nicht ersichtlich, ob Strom aus Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie oder einer anderen Energiequelle erzeugt wurde.
Herkunftsnachweise schaffen hier Klarheit. Für erzeugte Strommengen werden HKN ausgestellt, die später für die Stromkennzeichnung verwendet werden können. So wird nachvollziehbar, wie sich ein Stromprodukt zusammensetzt.
Die Nachweise verhindern zudem eine Doppelzählung. Wird ein Herkunftsnachweis im System entwertet, kann dieselbe Energiemenge nicht nochmals als erneuerbar oder nachhaltig ausgewiesen werden.
HKN sind vom physischen Stromfluss entkoppelt und können als eigenständige Nachweise gehandelt werden. Sie basieren auf anerkannten europäischen Standards wie EECS und unterstützen damit eine transparente Marktintegration von Strom aus unterschiedlichen Energiequellen.
Vorteile für den Kunden
Herkunftsnachweise schaffen Transparenz über die Herkunft von Strom.
Unternehmen und Energieversorger können damit nachvollziehbar dokumentieren, aus welchen Energiequellen Strom erzeugt wurde. Das stärkt das Vertrauen gegenüber Kunden, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Gleichzeitig unterstützen HKN eine glaubwürdige Kommunikation von Nachhaltigkeits- und Klimazielen.
Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
- Transparenz über die Herkunft von Elektrizität
- Nachweis der eingesetzten Energiequelle
- Grundlage für eine nachvollziehbare Stromkennzeichnung
- Ausschluss von Doppelzählungen durch Entwertung
- Unterstützung von Nachhaltigkeits- und Klimazielen
- mehr Vertrauen bei Kunden und Geschäftspartnern
- handelbare Nachweise für eine transparente Energiebeschaffung
Gerade für Unternehmen mit Nachhaltigkeitszielen sind Herkunftsnachweise ein wichtiger Baustein einer glaubwürdigen Energie- und Umweltstrategie.
Ablauf der Zertifizierung
Damit Herkunftsnachweise ausgestellt werden können, müssen die relevanten Anlage- und Produktionsdaten korrekt erfasst und beglaubigt werden.
Die Beglaubigung erfolgt auf Grundlage der UVEK-Verordnung über den Nachweis der Produktionsart und der Herkunft von Elektrizität. Dabei werden die technischen Angaben der Produktionsanlage geprüft. Dazu gehören Leistung, Energiequelle, Anlagenart, Standort und weitere relevante Daten.
Im HKN-System werden auch Anlagen zur Produktion von erneuerbaren Energien erfasst, die Förderungen wie Einspeisevergütung EVS oder Einmalvergütung EIV erhalten. Dazu gehören insbesondere Anlagen, deren Produktionsdaten für Herkunftsnachweise und Förderprozesse nachvollziehbar dokumentiert werden müssen.
Die Beglaubigung muss durch SAS-akkreditierte Auditorinnen und Auditoren erfolgen. Sie umfasst die Prüfung der eingereichten Dokumente und eine Begehung vor Ort. Dadurch wird sichergestellt, dass die Angaben zur Produktionsanlage nachvollziehbar und korrekt sind.
Nach erfolgreicher Beglaubigung können die Herkunftsnachweise über das HKN-System ausgestellt werden. Die Nachweise dienen anschliessend der Stromkennzeichnung und können für die transparente Ausweisung der Energieherkunft genutzt werden.
Herkunftsnachweise sind zeitlich begrenzt nutzbar. Sie müssen korrekt übertragen und entwertet werden, damit die entsprechende Energiemenge nur einmal ausgewiesen wird. Die Gültigkeit eines HKN ist auf 12 Monate ab Ausstellung beschränkt, mindestens jedoch bis Ende Mai des Folgejahres.
Warum mit Swiss Safety Center?
Vertrauen entsteht durch eine unabhängige und nachvollziehbare Prüfung.
Das Swiss Safety Center begleitet Energieproduzenten und Unternehmen bei der Beglaubigung von Anlagen- und Produktionsdaten für Herkunftsnachweise. Dabei stehen die korrekte Erfassung der Anlagendaten, die unabhängige Beurteilung und eine effiziente Abwicklung im Mittelpunkt.
Unsere Auditorinnen und Auditoren prüfen die relevanten Angaben nach klar definierten Anforderungen. Dazu gehören technische Daten der Anlage, Produktionsangaben und die Nachvollziehbarkeit der eingereichten Informationen.
Als unabhängige und akkreditierte Stelle schafft das Swiss Safety Center eine verlässliche Grundlage für die Ausstellung von Herkunftsnachweisen. Gleichzeitig wird die Glaubwürdigkeit der Stromkennzeichnung gestärkt.
FAQ
Was ist ein Herkunftsnachweis?
Ein Herkunftsnachweis HKN ist ein elektronischer Nachweis über die Herkunft einer bestimmten Strommenge. Er zeigt, aus welcher Energiequelle, an welchem Ort und in welchem Zeitraum Strom produziert wurde.
Für wen sind Herkunftsnachweise relevant?
Herkunftsnachweise sind besonders relevant für Energieproduzenten, Energieversorger, Stromlieferanten und Unternehmen, die die Herkunft ihrer Energie transparent ausweisen möchten. Auch Anlagenbetreiber mit erneuerbarer Stromproduktion benötigen HKN für eine nachvollziehbare Dokumentation.
Warum sind Herkunftsnachweise wichtig?
Herkunftsnachweise schaffen Transparenz in der Stromkennzeichnung. Sie machen sichtbar, aus welchen Energiequellen Strom stammt und verhindern, dass dieselbe Energiemenge mehrfach ausgewiesen wird.
Welche Anlagen müssen im HKN-System erfasst werden?
In der Schweiz müssen Kraftwerke mit einer Netzanschlussleistung von über 30 kVA im Herkunftsnachweissystem erfasst sein. Dies betrifft auch konventionelle Kraftwerke und Kernkraftwerke. Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energien mit Förderungen wie EVS oder EIV werden ebenfalls im System geführt.
Welche Informationen enthält ein Herkunftsnachweis?
Ein Herkunftsnachweis enthält Angaben zur produzierten Strommenge, zur Energiequelle, zum Zeitraum und Ort der Produktion sowie zu den technischen Daten der Produktionsanlage.
Können Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien genutzt werden?
Ja. Herkunftsnachweise werden häufig genutzt, um Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft, Photovoltaik, Windenergie, Biomasse oder Geothermie nachvollziehbar auszuweisen.
Warum ist eine unabhängige Beglaubigung wichtig?
Die unabhängige Beglaubigung stellt sicher, dass die Anlage- und Produktionsdaten korrekt erfasst werden. Sie erfolgt durch akkreditierte Auditorinnen und Auditoren und stärkt die Glaubwürdigkeit der Herkunftsnachweise gegenüber Kunden, Behörden und Geschäftspartnern.
Was bedeutet Entwertung von Herkunftsnachweisen?
Bei der Entwertung wird ein Herkunftsnachweis im System einem bestimmten Stromverbrauch oder Stromprodukt zugeordnet. Danach kann dieser Nachweis nicht erneut verwendet werden. So wird eine Doppelzählung ausgeschlossen.
Sind Herkunftsnachweise handelbar?
Ja. HKN sind vom physischen Stromfluss entkoppelt und können als eigenständige Nachweise gehandelt werden. Dadurch lassen sich Stromprodukte transparent kennzeichnen und gezielt bestimmten Energiequellen zuordnen.
Welche Rolle spielt Pronovo?
Pronovo betreibt in der Schweiz das Herkunftsnachweissystem. Über dieses System werden Herkunftsnachweise erfasst, übertragen und entwertet.
Wie lange sind Herkunftsnachweise gültig?
Herkunftsnachweise sind zeitlich begrenzt nutzbar. Die Gültigkeit beträgt 12 Monate ab Ausstellung, mindestens jedoch bis Ende Mai des Folgejahres.
Welche Vorteile bietet HKN für Unternehmen?
HKN unterstützen Unternehmen dabei, die Herkunft ihrer Energie nachvollziehbar zu dokumentieren. Sie schaffen Transparenz gegenüber Kunden und Geschäftspartnern und stärken eine glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation.